„Betongold“: Lesung mit Katrin Rothe / Und: Rechte der Mieter

Am Donnerstag, 12. Oktober wird im Panke-Haus ab 18 Uhr nach Buchlesung mit Katrin Rothe über Rechte von Mietern bei Modernisierungsankündigung, Luxussanierung und Entmietung diskutiert.

Flyer Ankündigung Lesung Betongold

Katrin Rothe liest aus "Betongold". Anschließend Diskussion zu Mieterrechten. Grafik: artem

Es ist eine wahre Geschichte, die Katrin Rothe zu einem Sachbuch verdichtet hat. Sie hat selbst erlebt, wie ihre Wohnung plötzlich zu einem Gegenstand der Spekulation wurde. Darüber hat sie auch einen Dokumentarfilm gedreht und erhielt dafür den renommierten Grimmepreis.

Das Buch heißt vollständig: "Betongold: Wie der Immobilienhype durch mein Wohnzimmer marschierte (inklusive Mieter-Ratgeber)". Am Donnerstag, den 12. Oktober, liest sie daraus von 18 bis 20 Uhr im Panke-Haus in der Soldiner Straße 76.

Nach der erfolgreichen Diskussionsveranstaltung im April zu den Hauptthemen Milieu- und Mieterschutz dreht sich diese Folgeveranstaltung rund um die Rechte von Mietern bei Modernisierungsankündigung, Luxussanierung und Entmietung.

Katrin Rothe berichtet über ihre Erfahrungen mit ihrem alten Vermieter: Sie wohnt in Berlin-Mitte in einem bezahlbaren Altbau zur Miete, als ihr eines Sommertages eine Modernisierungsankündigung ins Haus flattert. Ein Investor hat das Haus gekauft, in dem sie lebt. Er scheint bereit, alle Register zu ziehen, um die geplante Luxussanierung der Mietwohnungen und ihre Umwandlung in Eigentumswohnungen durchzuführen. Die Hausbewohner beschließen zu bleiben und für ihre Wohnungen zu kämpfen.

Katrin Rothe erzählt die Geschichte ihrer Entmietung und ihrer Politisierung, als sie bemerkt, dass sie Teil eines großen Verdrängungsprozesses ist, der in vielen Städten stattfindet. In einem zweiten Teil gibt sie in Glossarform Hinweise und Erklärungen zu wichtigen Schlagworten. Ein persönlicher Bericht über eines der wichtigsten sozialen Themen in Deutschland.

Für ihre Dokumentation „Betongold - wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam“ erhielt sie 2014 den Grimme-Preis.

Der Abend wird organisiert vom Projekt WohnRaum, das über den Projektfonds mit Mitteln der Sozialen Stadt gefördert wird.

9. Oktober 2017